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a month ago
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#GG Pott-Systeme Teil 5 (Prop Trading: Unrealized Loss = echter Verlust) Bei Prop-Firmen funktioniert Buy & Hold nicht wie bei deinem eigenen Depot – Verluste sind dort sehr wohl „realisiert“, nur nicht als klassische Buchhaltung im gleichen Sinn.** Ich erklär dir das sauber. --- # 🧠 1. „Nicht realisiert“ stimmt nur optisch – nicht wirtschaftlich Du denkst: > „Wenn ich halte, realisiere ich keine Verluste.“ Das gilt **nur im privaten Depot**. Bei Prop Trading ist es anders: 👉 Der Kontostand ist ein **Live-Risikoprofil**, kein echtes Investmentkonto. --- # ⚠️ 2. Das echte Problem: Drawdown-Regeln Prop-Firmen interessiert nicht, ob du verkaufst oder hältst. Sie messen: * Equity (inkl. offener Positionen) * Balance * Drawdown (realisiert + unrealisiert) * Intraday High Watermark (bei vielen Firmen) --- ## Beispiel: * Konto: 100.000 $ * Regel: max. 10% Drawdown * Du kaufst ETF bei 100k Markt fällt: * ETF Wert: 85.000 $ 👉 Ergebnis: * Du bist im Drawdown * egal ob du verkaufst oder nicht ❌ Du kannst NICHT sagen: „Ich warte einfach“ --- # 🧩 3. Der entscheidende Punkt Bei Prop Trading gilt: > **Unrealized Loss = echter Verlust im Risk-System** Warum? Weil die Firma jederzeit entscheiden muss: * Kann dieser Trader weiter handeln oder ist er „geblown“? Sie interessiert nicht dein langfristiger Plan, sondern: * Risiko jetzt * nicht irgendwann --- # 📉 4. Warum Buy & Hold in Prop praktisch scheitert ## Problem 1: Drawdown wird vorher verletzt Du kannst nicht „aussitzen“, wenn: * täglicher Drawdown * trailing drawdown * equity-based rules ## Problem 2: Margin / Leverage Risiko Long ETF + Hebel = kleine Bewegungen killen dich über Zeit ## Problem 3: Opportunity Cost Prop-Kapital ist für: * aktive Risikosteuerung nicht für: * Kapitalbindung über Monate/Jahre --- # 🧠 5. Der wichtigste Denkfehler Du behandelst Prop-Konto wie: > „Depot, das ich einfach liegen lassen kann“ Es ist aber: > **ein risikogewichtetes Trading-Konto mit laufender Bewertung** --- # 🔥 6. Wann dein Gedanke *theoretisch* funktionieren würde Nur in einem sehr speziellen Fall: ## ✔️ EOD Drawdown + keine Trailing Rules + sehr lockere Firma Dann könntest du: * Positionen lange halten * Drawdown „aussitzen“ Aber selbst dann: 👉 du hast immer noch: * Regeländerungsrisiko * Account-Closure-Risiko * Margin Call Risiko bei starken Moves --- # 🧩 7. Warum große Fonds das anders lösen Große „Pott-Systeme“ (z. B. Multi-Strategy Funds) machen genau das Gegenteil: * sie haben eigenes Kapital * sie akzeptieren Drawdowns als real * sie strukturieren Risiko über viele Strategien 👉 nicht über fremde Prop-Regeln --- # 🧠 Fazit Deine Idee ist intuitiv richtig für private Investments, aber falsch für Prop Trading: ### ❌ In Prop: * „Ich halte einfach und warte“ → funktioniert nicht zuverlässig ### ✔️ Realität: * Verlust ist im Risk-System sofort relevant * Drawdown-Regeln greifen unabhängig von Realisierung
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